Archive for the ‘Vorbilder’ Category

Zu hohes Tempo schadet der Seele

Montag, Dezember 7th, 2009

Bill Hybels in: Die Kunst des Führens - Meine Führungsprinzipien auf den Punkt gebracht:
Nachdem ich einmal auf einer Konferenz in Deutschland gesprochen hatte, bot mir mein Übersetzer an, mich zum Flughafen zu fahren. Auf dem ersten Teil der Wegstrecke unterhielten wir uns locker über die stärksten Momente während der Konferenz. Wir fuhren durch ein Wohngebiet und unsere Unterhaltung passte gut zu dem gemächlichen, entspannten Tempo.
Doch dann fuhren wir auf die Autobahn, und je schneller mein Freund fuhr, desto weniger unterhielten wir uns. Als wir 250 Stundenkilometer erreicht hatten, verstummte die Unterhaltung vollends. Anstatt die angeregte Unterhaltung weiterzuführen, die wir beide genossen hatten, konzentrierten wir uns plötzlich nur noch darauf, den anderen Autos auszuweichen, um ja keinen Unfall zu bauen.
Ich denke, wir können hieraus etwas Wichtiges lernen: Leiter müssen ihr Tempo drosseln, sonst verbringen sie die wichtigsten und fruchtbarsten Jahre ihres Lebens zwar in irrem Tempo, aber innerlich fühlen sie sich leer.
Wenn ich heute spüre, dass mein Lebenstempo und meine “Seelenkurve” auseinanderdriften, stelle ich mir die einfache Frage: Wächst meine Seele in den verschiedenen Lebensbereichen oder schrumpft sie?
Zeigt meine Seelenkurve im Hinblick auf meine Beziehung zu Gott nach oben oder nach unten? Spüre ich die Gegenwart Gottes deutlicher, wächst meine Gewißheit, dass er in und durch mein Leben etwas bewirkt, tritt die Frucht des Geistes in mir stärker zum Vorschein und bin ich entschlossener denn je, bei der Ausbreitung seines Reiches mitzuhelfen? Wie steht es zwischen Gott und mir? (…) Wenn Ihre Seelenkurve in Mitleidenschaft gezogen ist, dann ist es vielleicht an der Zeit, so demütig zu sein und das Tempo zu drosseln. (…) “Gewinne nicht die ganze Welt”, sagte Jesus einmal, “und verliere darüber deine Seele”.

Neue Links

Sonntag, August 2nd, 2009

Wenn ihr noch nicht bemerkt habt, ich füge immer wieder ein paar neue Links hinzu. Neu dazu gekommen sind in letzter Zeit: Tobias Isaak, Jürgen Werth, Harry Penner, Elena & Artur. Guckt doch einfach mal auf diesen Seiten vorbei.

80 Jahre alt

Dienstag, August 5th, 2008

Am Freitag ist Gelis Opa 80 geworden und das wurde gefeiert. Für mich war es spannend, mehr und mehr die Verwandtschaft und den typischen Ablauf die Verwandtschaftsfeiern so haben, kennen zu lernen (so richtig Programm mit Liedern, Gedichten usw. - kein Kommentar).
Was mich sehr beeindruckt hat bei den vielen alten Leuten (Freunde von Opa und Oma), die da waren, die Freude am Himmel ab zu spüren und zu merken, dass Sie eine tiefe Sehnsucht haben bald bei Gott zu sein. Diese Freude konnte ich noch nie so spüren, obwohl ich mich auch freue und das auch von vielen meiner Freunde weiß….
Auch war es ein guter Anlaß selber mal wieder darüber nachzudenken, wie es denn es ist, wenn ich 80 Jahre sein würde. Wie würde ich mir so eine Feier wünschen, was würde ich wollen, dass die Leute über mich denken, erzählen, woran werden sie sich erinnern?Was werde ich sagen können, wenn ich auf mein Leben zurück blicke? Auf was kommt es dann an? Diese vielen Gedanken habe ich mir schon länger aufgeschrieben in Verbindung mit geistlichen Zielen und versuche sie immer wieder zu aktualisieren. Die große Frage stellt sich jedoch, ob ich diese Ziele auch so lebe. Ohne Gottes Hilfe und Gnade schaffe ich es nicht….
Wie geht es euch bei diesen Gedanken? Habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht? Würde mich über eure Kommentare und Erfahrungsaustauch mit euch freuen.

Biographie von Billy Graham

Freitag, April 25th, 2008

billy_graham.jpgIm Urlaub hatte ich ein wenig Zeit die Autobiographie von Billy Graham “So wie ich bin” zu lesen. Es ist ein wirklich dickes Buch mit 700 Seiten. Beeindruckt hat mich wirklich wie er sein Berufung für Gott gelebt hat. Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Buch, aber ich kann nur staunen, was er alles bewegt hat und mit welchen Menschen er durch seine Aufgabe zu tun hatte. Es lohnt sich, mehr über diesen Mann zu erfahren, den Gott in so einzigartiger Weise gebraucht hat. Billy Graham als Autor erscheint dem Leser dabei wie ein guter Freund, der in gemütlicher Runde aus seinem Leben erzählt - ehrlich, humorvoll und lebendig: Von seiner Kindheit auf der Farm, über seine Berufung zum Predigen, seine Anfängerfehler und den sich ständig ausweitenden Dienst, bis hin zu bedeutenden Missionskonferenzen und beeindruckenden Begegnungen im „verschlossenen“ Nordkorea( da bin ich gerade angekommen). Nebenbei werden einige Dienstgrundsätze deutlich, die ich wirklich beidruckend finde.  Das Buch erfüllt voll seinen Zweck und ist eine lohnenswerte Lektüre. Auf der anderen Seite aber ist es in mancher Hinsicht leider eine Enttäuschung: Allein 9 von 38 Kapiteln des Buches handeln von den verschiedenen amerikanischen Präsidenten(obwohl ich das sehr interessant finde), die Graham persönlich kennen gelernt hatte. Das mag zwar verkaufsfördernd und im gewissen Rahmen interessant sein, bekommt aber in Bezug auf Grahams Lebensberufung viel zu viel Gewicht.